Der Kreisverband Saarpfalz von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des saarländischen Umweltministeriums, die Planungen für die Umgehungsstraße der B 423 in Homburg zu beenden. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen und intensiver Debatte ist damit ein wichtiges Kapitel für Umwelt- und Klimaschutz, Naturschutz und eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik im Saarpfalz-Kreis abgeschlossen.
„Seit vielen Jahren engagieren sich unsere Mitglieder gemeinsam mit der örtlichen Bürgerinitiative und Naturschutzverbänden gegen dieses Projekt – für Schutz von Natur und Landschaft, für mehr Lebensqualität und für eine Entwicklung, die Mensch und Umwelt gleichermaßen gerecht wird. Wir sind sehr froh über die Entscheidung des Umweltministeriums und unser Dank gilt allen, die unermüdlich für den Schutz unseres Lebensraums eingetreten sind“, erklärt Lisa Becker, Co-Kreisvorsitzende der Grünen im Saarpfalz-Kreis.
Die geplante Umgehungsstraße durch die Mastau und das Erbacher Bruch hätte erhebliche Eingriffe in ein wertvolles Naherholungsgebiet und in sensible Lebensräume bedeutet. Umweltverbände, Anwohner*innen und Grüne vor Ort haben immer wieder auf die mangelnde verkehrliche Entlastung, auf die Zerstörung naturnaher Flächen und auf die hohen Kosten des Projekts hingewiesen. Besonders der Ortsverband der Grünen in Homburg hat immer wieder betont, dass eine moderne Verkehrspolitik nicht im Bau neuer Straßen durch Naturflächen liegen kann, sondern in einer ökologischen Verkehrswende mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten, die Anwohner*innen tatsächlich entlasten.
Zukunftsfähige Verkehrspolitik im Sinne von Natur & Mensch
„Diese Entscheidung zeigt, dass sich die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zum Wohle unserer Umwelt lohnt und gehört wird. Wir sehen darin eine Bestätigung, dass Planungen, die den ökologischen Realitäten und aktuellen Erfordernissen nicht gerecht werden, kritisch hinterfragt und – wenn nötig – gestoppt werden müssen“, so Becker weiter.
Die Grünen sehen nun die Stadt Homburg sowie den Saarpfalz-Kreis in der Pflicht zur Umsetzung moderner Mobilitätskonzepte. Zudem muss das Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden.
„Statt neuer alter Straßenbauprojekte sind kreative und zukunftsorientierte Ideen gefragt. Dazu gehören Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr genauso wie Lärmschutzmaßnahmen, beispielsweise durch Temporeduzierungen sowie der Förderung von Schallschutzfenstern an Gebäuden. Die Stadt Homburg sollte zudem gegenüber dem Land und dem Bund signalisieren, dass eine Umsetzung der Trasse nicht weiterverfolgt wird und eine Streichung des Projekts im Bundesverkehrswegeplan erfolgen soll“, so Becker abschließend.
V.i.S.d.P.
Kreisverband Bündnis90/Die Grünen Saarpfalz
Lisa Becker & Rainer Keller
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